Donnerstag, 15. mai 2008
Warum klagt der ITCY nicht Bush und West Politiker an?  

Warum George W. Bush nicht längst auf der Anklagebank sitzt wie Saddam Hussein?


"Todenhöfer: Genau damit müsste sich der Internationale Strafgerichtshof befassen. Al Kaida hat 5.000 westliche Zivilisten ermordet. Der amerikanische Präsident hat den Tod von mehreren hunderttausend irakischen Zivilisten zu verantworten.

EM: Deswegen ja die Frage: Gehört Präsident Bush nicht längst auf die Anklagebank?

Todenhöfer: Ich will das allgemeiner beantworten: Der Internationale Strafgerichtshof muss sich mit der Frage befassen, warum nur Nicht-Westler wegen völkerrechtswidriger Angriffskriege vor Gericht gestellt werden.
mehr unter:
Der Scheinkrieg im Irak

der ehemalige Premierminister von Malaysia, Mahathir Mohamad

http://alles-schallundrauch.blogspot.com...llen-wegen.html

Betroffen wäre ein großteil der westlichen politischen "upper class" sowie des propaganda rummels. Da dürfte eine hohe 5 stellige zahl an
Knastbrüdern zusammen kommen.

Auch Cossiga und andere bekannte Poltiiker fordern eine Anklage gegen diese NATO Verbrecher Banden, welche ständig Völkerrechts widrige Kriege und Massaker inzenieren.
von karl kreibich veröffentlicht in: Politik
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Donnerstag, 15. mai 2008
Michael Steiner und Tom König's Desaster Tätigkeit im Kosovo       

Ende einer unmöglichen Mission
DIE ZEIT, Ausgabe 29, 2003

Von Norbert Mappes-Niediek und Beqë Cufaj | © DIE ZEIT 10.07.2003 Nr.29
Michael Steiner, deutscher Sondergesandter im Kosovo, tritt ab. Zurück bleiben Serben und Albaner, verbunden im Hass. Ein Konflikt, den die aufgeblähte UN-Bürokratie nicht in den Griff bekommt.
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Seit 1991 ist Steiner, nur unterbrochen durch eine kurze Episode in Gerhard Schröders Kanzleramt, auf dem Balkan engagiert gewesen, die vergangenen anderthalb Jahre im Kosovo, wo die Regierung in Belgrad von .
Steiners Hast und Ungeduld gehen vielen Kosovaren auf die Nerven.
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Das Land hat sich bewegt. In Prishtina hat sich jetzt der Inhaber eines Frisiersalons als schwul geoutet – der erste Kosovare überhaupt. Wenn der internationale Wanderzirkus auch nicht als Verwaltung getaugt hat, so doch als Vorbild liberaler Lebensart.

Die UN-Skandale um das Kraftwerkskombinat zeigen Wirkung: Koha ditore, die wichtigste Tageszeitung desKosovos, hat sich einen kleinen Stamm von Enthüllungsjournalisten herangezogen. Die Rechercheure fürchten nicht, wie früher, eingesperrt zu werden, wenn sie unangenehme Wahrheiten veröffentlichen. Sie wagen sich an die mächtigen UN heran und erleben eine Behörde, die sich windet, arrogant schweigt, manchmal lügt. Ganz wie im wirklichen Leben. ....
und die Partygesellschaft applaudierte vergnügt. Serben verübeln Steiner seine albanische Freundin. Aufgrund ihrer früheren Verbundenheit zum Führer der albanischen „Befreiungsarmee“ UÇK, Hashim Thaçi, vermuten Serben ein Komplott.* „Das mit der Freundin ist objektiv von Bedeutung“, glaubt die Serben-Vertreterin Rada Trajkovic, die ansonsten Steiners „Intelligenz“ lobt und zugleich betont, dass sie „die deutsche Art“ im Grunde sehr schätze. Mit seinen Auftritten, meint Trajkovic, erinnere Steiner allerdings „eher an die Deutschen aus dem Jahr 1944“

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http://www.zeit.de/2003/29/Kosovo-Haupttext?page=1

* Ex-Freundin, Nichte, Ex-Geliebte von Hashim Thaci und aus der Drogen
Gangster Familie der Gashi !

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Der internationale Apparat gefiel sich immer besser und wuchs zu so herrschaftlicher Größe, dass niemand mehr danach fragte, wem oder was dieser Apparat dient. Schon 1999 waren die noch am Boden liegenden Parteien eingeladen, ihre Vertreter in die neue „Übergangsregierung“ der UN zu schicken. Ins Bildungsressort entsandten die UN Michael Daxner, einen ehemaligen Rektor der Universität Oldenburg. Von albanischer Seite wurde ein farbloser Parteimann nominiert, der allen Debatten verständnislos zuhörte. Leichtes Spiel hatte Daxner deshalb nicht. Im Gegenteil: Mangels Unterstützung durch einen kundigen Albaner scheiterte der erfahrene deutsche Reformer an den konservativen Professoren im Kosovo. Heute gilt die Universität in Prishtina als Europas traurigste Reformruine der Nachkriegszeit.........


Im UN-System wird bei jeder Mission scharf zwischen locals und internationals unterschieden – und jeder Stamm kriegt seine Posten. „Auf die Personalauswahl hatte kein Kosovare Einfluss“, erzählt Florina Duli, eine Albanerin, die drei Jahre lang im Sekretariat des deutschen Vizesondergesandten Tom Koenigs saß und von Woche zu Woche wütender geworden ist. „Sie dachten, die Albaner hieven doch nur ihre Onkel und Vettern auf die Posten. Genau das aber tun jetzt die internationals: Sie holen mangels Onkel und Vettern ihre Wohnungsvermieter oder die Frau, die sie am Vorabend im Café kennen gelernt haben, und geben ihnen Jobs.“ Als die albanische Sekretärin von Koenigs’ Büro in die Parlamentsverwaltung wechselte, stieß sie dort auf eine Klassenkameradin ihrer 17-jährigen Tochter – das Mädchen hatte eine lohnende Bekanntschaft mit einem Politiker gemacht. „In manchen Behörden“, sagt Duli, „sieht es aus wie im Bordell.“
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Wie auf dem Basar ist es bei der Vergabe von Aufträgen und Consulting-Verträgen zugegangen. Wer immer aus der Mission ausscheidet oder sich als Ausländer lange genug im Dienst einer Hilfsorganisation oder auf eigene Faust in Prishtina durchgeschlagen hat, darf damit rechnen, als „Experte“ angeheuert zu werden. Ein interner Prüfer, der Akten einer internationalen Organisation im Kosovo durchforsten musste, stieß auf schier Unglaubliches: Ein englischer Elektriker kassierte als „Consulter“ eine Tagesgage von 660 Euro. Als der Prüfer einen letzten Blick auf die Rechnung warf, fand er heraus: Die Zahlstelle hatte dem Mann pro Tag 660 Pfund statt 660 Euro überwiesen.

Ein 25-jähriger Amerikaner, der als Freiwilliger ohne Gehalt gekommen war, bekam einen 50000-Dollar-Vertrag dafür, dass er einen Monat lang seinen Nachfolger einwies, und ein Kanadier stellte sogar seine Ehefrau als „Expertin“ ein. „Zehn bis zwanzig Prozent hier“, berichtet der Prüfer, „sind Abenteurer und Kriminelle. Und ein Drittel arbeitet so gut wie überhaupt nicht.“ Der erste „Postminister“ des Kosovos, ein Mann aus Graz, gab für den Aufbau eines Internet-Betreibers 40 Millionen Euro aus. Statt den Auftrag auszuschreiben, fragte er eine Consulting-Firma aus seiner Heimatstadt, die daraufhin eine Software-Firma engagierte, auch die aus Graz.

Interne Untersuchungen verlaufen meistens im Sande. „An Aufklärung hat niemand ein Interesse“, klagt der Prüfer aus Prishtina. Zwar gibt es strenge Regeln für die Ausschreibung, aber sie taugen nichts:
Als Minister für öffentliche Aufgaben und später Aufsichtsratsvorsitzender des Kombinats wurde der Deutsche Jo Hanns Trutschler bestellt. Ein Hochstapler mit gefälschtem Doktortitel, der im Juni in Bochum zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde: Er hatte 4,3 Millionen Euro vom KEK auf ein Konto seiner privaten Firma in Gibraltar geleitet. Vor Gericht gab der Betrüger an, er habe zunächst für eine Baptistinnen-Mission gearbeitet. Die Ermittler verfolgten seine Spur bis zu einer zwischenstaatlichen Management-Organisation, für die er Material zählen musste. Sein Expertentum begründete Trutschler mit guten Kontakten, feinen Manieren, ausreichend Kosovo-Erfahrung und einem beeindruckenden Lebenslauf – gefälscht.

Die UN schoben die Schuld für das Debakel mit dem Kraftwerk, wie oft bei solchen Affären, den Kosovaren in die Schuhe: Nur ein Drittel des gelieferten Stroms werde bezahlt, hieß es – ein wichtiges Argument im blame game, das Albaner und UN einander liefern. Aber der Eindruck, der durchschnittliche Kosovare bezahle seine Rechnungen nicht, ist falsch. Säumig sind vor allem die Großkunden: zum Beispiel die OSZE-Mission oder die russische KFor-Truppe, die das Land mit 300000 Euro Stromschulden verließ. Die Serben im Norden schließlich zahlen aus politischen Gründen nicht.

Zu Michael Steiner: Hat er selbst keine Ziele? „Alle drei Tage hat er eine neue Priorität“, sagt der junge Wissenschaftler. Auf den Fluren der UN-Verwaltung hört sich die Geschichte so an: Michael Steiner, das sei jener Mann, der vieles beginnt und nichts zu Ende bringt.
 
von karl kreibich veröffentlicht in: Politik
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Donnerstag, 15. mai 2008
Kosovo Gangster sind als Politiker getarnt  

Top Storys
Rechtsstaat? Lieber nicht!


Das Kosovo ist auf dem Weg in die Unabhängigkeit, was drei Führern des Landes nicht gefallen kann. Der Weltwoche liegt ein Geheimpapier vor, das belegt, wie die Politgrössen das organisierte Verbrechen dominieren. Unterstützung für ihre mafiösen Geschäfte fanden sie auch in der Schweiz.

Geldwäsche, Drogen- und Frauenhandel: Auszüge aus einem Dokument des deutschen Bundesnachrichtendienstes vom 22. Februar 2oo5.
Wenn demnächst die Verhandlungen über den völkerrechtlichen Status des Kosovo beginnen, wird das brennendste Problem kein Thema sein: die Verbindung zwischen politischen Entscheidungsträgern und mächtigen kriminellen Clans in der serbischen Provinz, die seit 1999 von der Uno verwaltet wird. So sind drei der wichtigsten kosovo-albanischen Politiker tief in die organisierte Kriminalität verwickelt, insbesondere in den Drogenschmuggel. Das geht hervor aus streng geheimen Dokumenten des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), der Uno und der internationalen Schutztruppe Kfor, die der Weltwoche vorliegen.

Schwer belastet in diesen Dokumenten werden namentlich Ramush Haradinaj, der bis März Ministerpräsident war, Hashim Thaci, der heute die Demokratische Partei des Kosovo führt, und Xhavit Haliti, der im Präsidium des Parlaments sitzt. Pikant: Thaci wird als Mitglied der kosovo-albanischen Delegation bei den Statusverhandlungen teilnehmen. Alle drei machten Karriere in der UCK, der Kosovo-Befreiungsarmee, lebten lange Jahre in der Schweiz und pflegen noch heute persönliche oder geschäftliche Beziehungen zu unserem Land.

In einer 67 Seiten starken Analyse des BND über die organisierte Kriminalität (OK) im Kosovo, die vom 22. Februar 2005 datiert, steht wörtlich zu lesen: «Über die Key-Player (wie z. B. Haliti, Thaci, Haradinaj) bestehen engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden OK-Strukturen im Kosovo. Die dahinter stehenden kriminellen Netzwerke fördern dort die politische Instabilität. Sie haben kein Interesse am Aufbau einer funktionierenden staatlichen Ordnung, durch die ihre florierenden Geschäfte beeinträchtigt werden können.» Deshalb, schreibt der deutsche Bundesnachrichtendienst, strebten «massgebliche Akteure der OK auf dem Balkan entweder in hohe Regierungs- oder Parteiämter und/oder pflegen gute Beziehungen zu diesen Kreisen». Die organisierte Kriminalität verschaffe sich so «ein geeignetes politisches Umfeld», heisst es in der Analyse des Bundesnachrichtendienstes, gestempelt als «Verschlusssache – amtlich geheim gehalten».

Eine dieser Schlüsselfiguren im Kosovo, in der Schweiz bestens bekannt, ist Hashim Thaci, Spitzname «Schlange», der Vorsitzende der Demokratischen Partei des Kosovo. Glaubt man dem BND, kontrolliert er heute einen gewichtigen Teil der kriminellen Aktivitäten im Kosovo. Und: «Thaci gilt neben Haliti [...] als Auftraggeber des Profikillers Afrimi», auf dessen Konto mindestens elf Auftragsmorde gehen sollen.

Thaci, 36, lebte vor dem Kosovokrieg ab 1995 als anerkannter Flüchtling für fünf Jahre in der Schweiz und studierte an der Universität Zürich – mit einem Stipendium – osteuropäische Geschichte. Er war 1992 einer der Gründer der UCK und später ihr politischer Führer. Auf einen Schlag berühmt wurde er 1999, als er bei den serbisch-albanischen Friedensverhandlungen von Rambouillet als Delegationsleiter der kosovo-albanischen Seite auftrat – und damit als Politiker von der internationalen Gemeinschaft anerkannt wurde.

Thaci habe zu dieser Zeit einen «Sicherheitsdienst» kontrolliert, «ein im gesamten Kosovo aktives kriminelles Netzwerk», schreibt der deutsche Bundesnachrichtendienst: «Mit Stand 2001 sollen direkte Kontakte zur tschechischen und albanischen Mafia bestanden haben.» Und im Oktober 2003 soll Thaci, so der BND, «im Zusammenhang mit umfangreichen Drogen- und Waffenhandelsgeschäften in engem Kontakt» zu einem Clan gestanden haben, dem auch Geldwäsche und Erpressung vorgeworfen werden. Thacis Verwicklungen in die organisierte Kriminalität, das sei betont, beruhen auf nachrichtendienstlichen Quellen und mussten juristisch bislang nicht bewiesen werden.

Der Clan der Kosovo-Albaner

Ein zweiter «Key-Player», Ramush Haradinaj, 37, ist wohl einer der umstrittensten Politiker im Kosovo. Im BND-Bericht steht: «Die im Raum Decani auf Familienclan basierende Struktur um Ramush Haradinaj befasst sich mit dem gesamten Spektrum krimineller, politischer und militärischer Aktivitäten, die die Sicherheitsverhältnisse im gesamten Kosovo erheblich beeinflussen. Die Gruppe zählt ca. 100 Mitglieder und betätigt sich im Drogen- und Waffenschmuggel und im illegalen Handel mit zollpflichtigen Waren. Ausserdem kontrolliert sie kommunale Regierungsorgane.» Die Kfor bezeichnet diese Gruppe in einem Geheimbericht vom 10. März 2004 als «the most powerful criminal organization» der Region und schreibt, Haradinaj habe auch die Verteilung humanitärer Hilfsgüter kontrolliert und als Machtinstrument missbraucht.

Seine Karriere konnte er dank tatkräftiger Mithilfe der internationalen Staatengemeinschaft, insbesondere der USA, machen. Ramush Haradinaj, der fliessend Englisch und Französisch spricht, kam im Jahr 1989 als Gastarbeiter in die Schweiz und war Rausschmeisser einer Disco im Skiort Leysin. Im Februar 1998 kehrte er in das Kosovo zurück und organisierte militärische Operationen der UCK. Nach Kriegsende fiel er wegen bewaffneter Auseinandersetzungen mit anderen Clans auf, die von den Uno-Behörden vorerst als «Racheaktionen» und als «Begleichung alter Rechnungen» gedeutet wurden. Tatsächlich dürfte es sich um Machtkämpfe unter Mafiafamilien gehandelt haben, wie auch folgendes Beispiel zeigt.

Einen aufschlussreichen Fall mit diplomatischen Verwicklungen beschreibt die Central Intelligence Unit (CIU), der Nachrichtendienst der Uno, in einem vertraulichen Bericht vom 29. Dezember 2003. Demnach überfiel Haradinaj mit bewaffneten Männern am 7. Juli 2000 das Haus eines rivalisierenden Clans, der ihn offenbar im Drogengeschäft konkurrenzierte. Laut CIU habe er der Familie 60 Kilogramm Kokain stehlen wollen, die sie angeblich im Haus versteckt hielt. Bei einer Schiesserei wurde er verwundet und musste fliehen.

Bevor Haradinaj von Uno-Polizisten verhört werden konnte, sei er in einer Blitzaktion, initiiert durch zwei mutmassliche CIA-Agenten, in einen italienischen Militärhubschrauber gesetzt und zu einer Armeebasis der USA geflogen worden, steht im Bericht des Uno-Nachrichtendienstes. Und die Uno-Beamten erhielten aus ihrem Hauptquartier in Pristina den Befehl, «auf Massnahmen gegen Ramush Haradinaj zu verzichten». Der Grund für diese irritierende Zurückhaltung: Es wurde befürchtet, die Verhaftung oder nur schon die Beschuldigung eines Helden des Befreiungskampfes könnte die angespannte Situation im Kosovo zur Explosion bringen. Haradinaj wurde in den USA nach diesem Zwischenfall aus dem Schussfeld gebracht: «Während seines Aufenthaltes in den USA erhielt er Training, und die amerikanischen Dienste garantierten ihm Unterstützung für seine politische Karriere. Sollte das Kosovo unabhängig werden, wäre er der favorisierte Präsidentschaftskandidat», steht im CIU-Bericht.

Zurück im Kosovo gründete der Protégé der USA eine neue Partei, die Allianz für die Zukunft Kosovos. Ramush Haradinaj wurde im Dezember 2004, so wie es sich die USA wünschten, Ministerpräsident im Kosovo. Aber nur drei Monate lang. Im März 2005 trat er von seinem Amt zurück und stellte sich dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Ihm wird vorgeworfen, während des Kosovo-Konfliktes systematisch ethnische Säuberungen durchgeführt zu haben, verbunden mit Folterungen und Vergewaltigungen von Serben und Roma. Er bestreitet alle Vorwürfe. Im Juni wurde er, auf massiven Druck der US-Regierung und gegen den Willen der Chefanklägerin Carla Del Ponte, aus der Untersuchungshaft entlassen. Er darf sich vorläufig auch politisch wieder betätigen. Der Prozess in Den Haag gegen ihn wird voraussichtlich 2007 beginnen. Der Vorwurf der organisierten Kriminalität wurde noch nicht vor die Justiz gebracht.

Anschlag in Zürich

Wichtig im Kosovo ist auch Xhavit Haliti, Spitzname «Bunny». Glaubt man Erkenntnissen der Kfor, ist das Mitglied des Parlamentspräsidiums (und der stellvertretende Parteivorsitzende der Demokratischen Partei Kosovos) eine «bekannte kriminelle Figur, involviert in den Waffen- und Drogenhandel». Auch im BND-Bericht wird er «mit Geldwäsche, Drogen-, Waffen-, Menschen- und Treibstoffschmuggel, Frauenhandel und dem Prostitutionsgeschäft in Verbindung gebracht und dem inneren Zirkel der Mafia zugeordnet. Als Schlüsselfigur in der OK bewegt(e) er ständig grosse Geldsummen.»
www.albania.de

Teil II

Haliti, 49, begann seine Karriere, wie Haradinaj und Thaci, in der Schweiz. Hier hielt er sich Ende der achtziger Jahre auf und studierte Psychologie. 1990 wurde auf ihn in Zürich ein politisch motivierter Bombenanschlag verübt. Ein Jahr später gehörte er bereits dem Präsidium der Volksbewegung Kosovos an und betrieb von der Schweiz aus die Organisation der UCK. Vor und während des Krieges soll er Waffen für sie beschafft und den «Homeland Calling Fund» kontrolliert haben. Für diesen Fonds spendeten, mehr oder weniger freiwillig, kosovo-albanische Emigranten vor allem in der Schweiz und in Deutschland 400 Millionen US-Dollar.

Als die Spenden nach Kriegsende zurückgingen, schreibt die Kfor, «wandte sich Haliti in grossem Stil der organisierten Kriminalität zu». Damit ist er laut dem geheimen Kfor-Dossier kein Einzelfall: «Auffällig ist, dass unter all den Namen, die auf den OK-Dienststellen kursieren, es sich fast ausschliesslich um UCK-Kommandanten bzw. Führer von Spezialeinheiten handelt.» Auch Haliti wurde bis heute nichts Gerichtsverwertbares nachgewiesen.

Die Schweiz, so zeigt sich an diesen drei prominenten Beispielen einmal mehr, war ein Dreh- und Angelpunkt der UCK-Aktivitäten. Hier wurden vor dem Kosovo-Konflikt Millionen für Waffen und Propaganda gesammelt und Kämpfer rekrutiert, um den sogenannten Freiheitskampf der unterdrückten Albaner im Kosovo zu finanzieren und zu steuern. Im Sommer 2001 beschloss der Bundesrat, dass führende Vertreter der kosovo-albanischen Organisationen ihre politischen Aktivitäten einzustellen haben und auch kein Geld mehr sammeln dürfen. Gegen Haliti verhängte er eine Einreisesperre.

Opium für Europa

Die geheimgehaltenen Berichte der Nachrichtendienste lassen den Schluss zu, dass das Kosovo, trotz Uno-Verwaltung und internationaler Schutztruppe, eine der wichtigsten kriminellen Drehscheiben Europas ist. Einer der Gründe ist das profitable Geschäft mit Drogen: Ein grosser Teil der ständig wachsenden Opiumernte in Afghanistan gelangt in Form von Heroin über Albanien und das Kosovo auf den westeuropäischen und US-Markt. Täglich werden 500 bis 700 Kilo durch das Kosovo und Albanien geschmuggelt und teilweise in eigenen Labors weiterverarbeitet, sagt Klaus Schmidt, Chef der PAMECA, der europäischen Mission zur Unterstützung der Polizei in Albanien. Täglich werden in der albanischen Hauptstadt Tirana auf dem grauen Geldmarkt eine Million Euro an Drogengeldern getauscht. Experten sprechen vom «weltweit grössten Drogenkartell», das in den vergangenen Jahren entstanden ist.

Selbst die Ausschreitungen im März 2004, die das Kosovo an den Rand eines erneuten Bürgerkriegs brachten, seien von kriminellen Drahtziehern bewusst geschürt worden, damit diese in aller Ruhe ihren Geschäften nachgehen konnten, ist im BND-Bericht zu lesen: «Anfang April 2004 wurde aus Sicherheitskreisen auf dem Balkan bekannt, dass die jüngsten Unruhen im Kosovo durch die organisierte Kriminalität vorbereitet und in deren Auftrag durchgeführt worden sein sollen.» Während der Krawalle wurden ganze Lastwagen von Heroin und Kokain über die nicht kontrollierte Grenze geschmuggelt, weil die Uno-Polizisten und die Kfor-Soldaten mit dem Eindämmen der Unruhen völlig überfordert waren. Diese Erkenntnisse bestätigen Polizeibeamte der Uno in Pristina, die zu ihrer Sicherheit anonym bleiben müssen. Und sie beklagen sich, dass bis zum heutigen Tag nichts gegen die kriminellen Strippenzieher unternommen wurde.

Die Uno und die Kfor haben das Problem nicht einmal ansatzweise in den Griff bekommen. Der Uno-Polizei fehlen nicht zuletzt die Mittel. «Wir gehen mit einem Holzschwert in die Schlacht», klagt einer der höchsten Uno-Polizeioffiziere vor Ort. Vor allem aber fehlt es ihr am politischen Rückhalt, um wirksam gegen die Mafia-Clans vorgehen zu können. «Weder regionale Regierungskreise noch die Exekutive», schreibt der Bundesnachrichtendienst, hätten «aufgrund ihrer eigenen Verwicklungen ein Interesse an deren Bekämpfung». Und ein leitender Beamter der Uno-Polizei, Abteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität, sagte der Weltwoche: «Namhafte Personen, bis hin zum früheren Premierminister, steckten hinter den Märzunruhen, die von einer bekannten kriminellen Struktur vorbereitet wurden. Dies ist zahlreichen Diensten bekannt, trotzdem wird nichts gegen diese Struktur unternommen.» Seine Erklärung dafür: «Man will hier keine weitere Unruhe, und die würde es geben, wenn man gegen Ramush Haradinaj OK-Ermittlungen führen würde.»

Eine Konsequenz dieser Zurückhaltung: In Westeuropa – insbesondere in der Schweiz, in Deutschland und Italien – sind die kosovo-albanischen Clans heute eine führende kriminelle Macht. Der BND sieht darin ein «hohes Bedrohungspotenzial für Europa». Im Kosovo selbst werden inzwischen viele Dienststellen der Uno-Polizei an den einheimischen Kosovo-Police-Service übergeben. Dort aber sitzen die alten Kader an der Spitze, die im Verdacht stehen, engste, teilweise familiäre Beziehungen zu bekannten Mafia-Grössen zu pflegen.

Die Dokumente des BND, der Kfor und der Uno dagegen wurden tief in den Tresoren der Regierungskanzleien vergraben.

Jürgen Roth ist Publizist in Frankfurt. Er hat zahlreiche Bücher über das organisierte Verbrechen geschrieben. www.juergen-roth.com

Weltwoche

Die EU wird die Vormundschaft über das Kosovo übernehmen, so sieht es
der Plan des UN-Beauftragten Ahtisaari vor. In unserer aktuellen Ausgabe
beschreibt Jean-Arnault Dérens, Chefredakteur des Courrier des Balkans,
dass bereits erste Protestaktionen der Kosovo-Albaner gegen die
internationale Bevormundung stattgefunden haben. Im Juli letzten Jahres
stellte Dérens in Le Monde diplomatique fest, dass bei den Albanern noch
immer der Wunsch lebendig sei, "Revanche für die Geschichte" zu suchen.
Und so stellt der Autor sich die Frage: "Ist nach den gefährlichen
Träumen von 'Großserbien' und 'Großkroatien' nun also die Zeit von
'Großalbanien' gekommen?"
http://www.monde-diplomatique.de/pm/2006...e,askvVb9Y8.n,1

Und die Globalisierte Kriminalität

http://www.taz.de/taz/pdf/atlas_s48-49.pdf
Das Kosovo ist auf dem Weg in die Unabhängigkeit, was drei Führern des Landes nicht gefallen kann. Der Weltwoche liegt ein Geheimpapier vor, das belegt, wie die Politgrössen das organisierte Verbrechen dominieren. Unterstützung für ihre mafiösen Geschäfte fanden sie auch in der Schweiz.

Geldwäsche, Drogen- und Frauenhandel: Auszüge aus einem Dokument des deutschen Bundesnachrichtendienstes vom 22. Februar 2oo5.
Wenn demnächst die Verhandlungen über den völkerrechtlichen Status des Kosovo beginnen, wird das brennendste Problem kein Thema sein: »

Wie peinlich Deutsche Politiker sind, zeigt dieser Beitrag von Jürgen Roth.
sueddeutsche.de

Ressort: Ausland
URL: /ausland/artikel/504/118367/article.html
Datum und Zeit: 14.06.2007 - 22:59

13.06.2007 17:22 Uhr Drucken | Versenden | Kontakt
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Kosovo
"Die Gefahr, dass alles wieder explodiert"
Der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer befürchtet, dass Russland eine Lösung auf dem Balkan blockieren wird.
Interview: Michael Frank

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Wenige Tage vor dem europäischen Gipfel, auf dem die Staats- und Regierungschefs einen Reformvertrag zustande bringen wollen, hat der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) versucht, die Polen von ihrem angedrohten Veto abzubringen. Gusenbauer ist seit Januar Kanzler einer großen Koalition aus der sozialdemokratischen Partei und der konservativen Volkspartei (ÖVP).

SZ: Herr Bundeskanzler, Sie waren in Polen, um der dortigen Führung in Sachen EU-Reform zuzureden. Vergeblich. Steuert die Union in die Krise?

Gusenbauer: Man gewinnt den Eindruck, dass Polens Führung unter den Brüdern Kaczynski den Deutschen den Erfolg nicht gönnt, die Reform wieder in Schwung zu bringen. Sie haben die deutsche Präsidentschaft heftig kritisiert.

SZ: Ist das Kern des Widerstands?

Gusenbauer: Das ist sehr hoch einzuschätzen. In der Frage der Veränderung des Stimmgewichts habe ich meinen Gesprächspartnern klarzumachen versucht, dass das nur scheinbar sehr wichtig ist. Es gibt kleine Länder in der EU mit wenig Stimmgewicht, die ihre Interessen hocheffizient durchsetzen, weil sie eine engagierte Politik machen. Polen würde sich ins Eck stellen, weil es wenig Bündnispartner für das Aufschnüren des Institutionenpakets finden wird.

SZ: Wäre nur Prag ein Verbündeter?

Gusenbauer: Das lässt sich nicht einschätzen. Polens Bevölkerung sieht das übrigens völlig anders: 65 Prozent sind für die Ratifikation des Vertrages, so wie er ist. Es ist absurd: Die proeuropäischste Bevölkerung hat die europaskeptischste Regierung. Wenn wir Polen nicht bewegen können, könnte ein Kompromiss gefunden werden, der der EU ein schmales Mandat gibt, weiter über die Institutionenfrage zu verhandeln, damit Polen zustimmen kann. Dann ist die Institutionenfrage aber aufgeschnürt, dann geht nichts mehr. Damit wäre vielleicht eine Einigung in Brüssel möglich, aber nicht als Vorstufe zur Lösung, sondern zur Explosion des Problems.

SZ: Was wäre die Alternative?

Gusenbauer: Die Regierungskonferenz endet mit dem Schrecken, dass die Polen einfach nicht zustimmen und eine Entscheidung blockieren. Dann wird weiter darüber verhandelt werden müssen, das nächste halbe Jahr oder mehr.

SZ: Wären die Chancen bei Polen später nicht größer, weil dann Deutschland nicht mehr den EU-Vorsitz führt?

Gusenbauer: So klang das für mich.

SZ: War nicht die ominöse Quadratwurzel-Formel, das Abstimmungsverfahren, auf das sich Polen versteift, eine Erfindung Österreichs?

Gusenbauer: Ja. Sie würde die mittelgroßen Mitgliedsstaaten etwas stärken und die Kleinen und Deutschland schwächen. Aber Österreich hat die Quadratwurzel zu Gunsten einer gleichberechtigte Rotation in der Kommission aufgegeben; dafür dass künftig eben nicht nur die Kleinen und Mittleren rotieren, sondern auch die Großen zeitweilig keinen Kommissar haben. Zum Zweiten waren uns die politischen Zielsetzungen der Union, vornehmlich die soziale Dimension, diesen Kompromiss wert.

SZ: Warum hat das Argument der inneren Solidarität der EU in Warschau nicht gefruchtet?

Gusenbauer: Wir haben dieses Argument sehr offensiv gespielt. Ich habe gesagt, Freunde, als es um eure Fleischexporte nach Russland ging, hat sich Europa nicht spalten lassen. Wir werden europäische Solidarität bei der Energieversorgung brauchen und wenn es um den nächsten Finanzausgleich in der EU geht. Ich kann nicht empfehlen, dass man gleichzeitig im Jahr 2008 einen neuen Finanzausgleich und die Lösung der Verfassungsfrage zu verhandeln versucht. Ich kann mir nicht vorstellen, so mein Hinweis an Polen, dass das günstig für euch ausgehen wird.

SZ: Droht wirklich die deutsche Hegemonie, wie von Polen beschworen?

Gusenbauer: Wegen irgendeines Abstimmungsverfahrens gibt es keine deutsche Hegemonie. Deutschland wäre genauso stark oder schwach in der EU, ob nun nach der Quadratwurzel oder nach der doppelten Mehrheit abgestimmt wird. Die Diskussion über Stimmrechtsgewichte halte ich für enorm überzogen.

SZ: Kann sie nicht Minderwertigkeitsgefühle auslösen?

Gusenbauer: Kein normaler Mensch kann etwas damit anfangen. Ob jedes Land einen Kommissar hat, ja, das ist eine symbolische Frage mit hohem emotionalen Gewicht, aber welche Stimmrechte ein Land hat, spielt in der nationalen Debatte und der Befindlichkeit der Bevölkerung überhaupt keine Rolle. Ich persönlich glaube, dass es auch für die Durchsetzungskraft nicht bedeutsam ist.

SZ: Wie ist das Verhältnis des Sozialdemokraten Gusenbauer zu seiner christdemokratischen Kollegin Angela Merkel? In auch deren Auftrag sind Sie nach Polen gefahren.

Gusenbauer: Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, teilen gemeinsame Zielsetzungen beim europäischen Verfassungsvertrag ebenso wie beim Klimaschutz, wobei wir erfolgreich waren. Auf dieser Basis gibt es eine sehr gute, effiziente und angenehme Zusammenarbeit.

SZ: US-Präsident Bush hat in Tirana die Unabhängigkeit des Kosovo verkündet. Sie haben in Wien mit Russlands Präsident Putin darüber geredet. Zeichnet sich eine Lösung dieses Problems ab?

Gusenbauer: Präsident Putin kommt immer mit Vergleichsfällen wie Südossetien. Kosovo ist aber ein einzigartiger Fall, weil es eine Verantwortung der internationalen Staatengemeinschaft gibt.

SZ: Was ist die Lösung?

Gusenbauer: Der Vorschlag der UN-Beauftragten Martti Ahtisaari und Albert Rohan ist im Kern ohne Alternative. Die Frage ist nur, was nötig ist, damit das Abkommen von der serbischen Bevölkerung nicht als Erniedrigung empfunden wird. Auch muss eine soziale und ökonomische Perspektive für alle Kosovaren, also für Albaner und Serben, gefunden werden.

SZ: Halten Sie neue bewaffnete Auseinandersetzungen für möglich?

Gusenbauer: Ich hoffe, dass sich die vernünftigen Kräfte durchsetzen. Mein Eindruck ist, dass in Russland die Neigung, eine Lösung herbeizuführen, sehr gering ist. Eine Verschiebung würde die Geduld der Menschen im Kosovo aber gewaltig strapazieren. Dann besteht die Gefahr, dass das alles wieder explodiert.

SZ: Welches Gewicht hat die europäische Perspektive im Kosovo?

Gusenbauer: Die Mitgliedschaft Serbiens in der EU oder auch in der Nato darf man in keinem Fall mit dem Kosovo vermengen, weder positiv noch negativ. Stellen wir uns vor, Serbien wird Mitglied der EU oder Nato, und die Kosovo-Frage ist gemäß Ahtisaari gelöst. Wenn das irgendwie in Zusammenhang gebracht wird, bleibt das eine offene Wunde in der serbischen Geschichte. Will heißen: Wir haben den Kosovo für Europa verkauft. Das wäre der Keim eines neuen Revisionismus.

SZ: Ein neuer Negativ-Mythos wie der von der Schlacht auf dem Amselfeld?

Gusenbauer: Ich will nichts dramatisieren, aber die Sprengkraft ist enorm.

SZ: Die Bildung der Regierung Schüssel im Jahr 2000 aus ÖVP und ausgewiesenen Rechtsradikalen von der Haider-FPÖ hat Europa zutiefst irritiert. Nun sind Sie Bundeskanzler. Wo bleibt die Bewältigung der jüngsten Vergangenheit?

Gusenbauer: Die große Mehrheit der Bevölkerung ist froh darüber, dass es die alte Regierung nicht mehr gibt. Österreich ist ein Land, das dazu neigt, sich etwas zögerlich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Es braucht eine Weile, bis über diese Zeit vernünftig zu reden ist. Unsere Gefühle aber sind eindeutig.

SZ: Nicht nur Ihre Feinde unterstellen Ihnen, sich mit Ihrem Schweigen möglicherweise die FPÖ als allfälligen Bündnispartner warmzuhalten.

Gusenbauer: Die Behauptung, ich würde mich aus tagespolitischen Opportunitäten heraus nicht mit der verflossenen Regierung befassen, ist etwas an den Haaren herbeigezogen. Da ist geradezu ein Wettbewerb zwischen ÖVP, FPÖ und BZÖ ausgebrochen, wer denn nun die rechteste Partei etwa in der Asyl- und Ausländerfrage ist, während die Sozialdemokratie einen sehr vernünftigen und pragmatischen Kurs verficht.

SZ: Ihre Partei hat noch in der Opposition dem von Menschenrechtlern als katastrophal beurteilten Bürger-, Ausländer- und Asylrechtskomplex zugestimmt.

Gusenbauer: Uns hat sich die Frage gestellt, was man in der Opposition erreichen kann. Wir haben Schlimmeres verhindert. Ein noch radikaleres Gesetz hätte nicht nur zu einigen, sondern zu vielen Fällen von Inhumanität in unsrem Lande geführt. Um Schaden abzuwehren, waren wir zu dem Kompromiss bereit. Wir haben aber parallel einen Antrag mit Gesetzesverbesserungen eingebracht, der aber derzeit im Parlament keine Mehrheit findet weil weder ÖVP, noch BZÖ oder FPÖ zustimmen

SZ: Die rechte Mehrheit regiert also noch stillschweigend mit?

Gusenbauer: In dieser Frage steht tatsächlich die klassische rechte Mehrheit dagegen.

SZ: Ihr christsozialer Innenminister bekämpft wütend den Vorschlag aus der EU-Kommission, jahrelang hängengebliebenen Asylsuchenden ein Bleiberecht einzuräumen. Tut er das zu Recht?

Gusenbauer: Natürlich müssen wir Asylverfahren so beschleunigen, dass keine überlangen ungeklärten Phasen entstehen. Eine gesetzliche Normierung, ab wann man das Bleiberecht in Österreich bekommen soll, würde das Asylrecht aushebeln. Außerdem hat der Innenminister bei Härtefällen genug Spielraum, um humane Lösungen herbeizuführen.

SZ: Ihr Minister hält nichts davon. Werden Sie ihn ermahnen?

Gusenbauer: Ich habe ihm das gesagt.

SZ: In Europa droht die Renaissance der Kernenergie. Berührt ein neues Atomzeitalter die Identität des Landes?

Gusenbauer: In Österreich gibt es einen hundertprozentigen Konsens gegen die Kernenergie. Sicherheitsfragen sind noch immer ungelöst. Österreich sieht sich zunehmend in der Situation des berühmten kleinen Dorfes in Gallien, das als allerletztes den Römern trotzt.

(SZ vom 14.6.2007)

SZ

Federführend auch beim Sex-Sklaven und Menschen Handel, wo ebenso der Kosovo eine Drehsscheibe spielt.

Vor 1999 gab es keine Bordells im Kosovo. Die UN kam und schon gab es Drogen Küchen und Bordelle!

Auch die NATO und OSCE Leute müssen ja versorgt werden.

** OSCE plays key role in fight against human trafficking, top official says ***

VIENNA, 11 September 2007 - The OSCE plays a key role in the fight against human trafficking, Silvia Escobar, Spanish Ambassador at Large for Human Rights, said at a meeting on how to best support trafficking victims that concluded today in Vienna...

Full text: http://www.osce.org/item/26197.html

Haliti, 49, begann seine Karriere, wie Haradinaj und Thaci, in der Schweiz. Hier hielt er sich Ende der achtziger Jahre auf und studierte Psychologie. 1990 wurde auf ihn in Zürich ein politisch motivierter Bombenanschlag verübt.[/URL]

Thaci studierte auch in Tirana, wo sein Studien Zimmer Kollege ermordet wurde 1991 und Thaci dann in die Schweiz verschwand. Haliti, 49, begann seine Karriere, wie Haradinaj und Thaci, in der Schweiz. Hier hielt er sich Ende der achtziger Jahre auf und studierte Psychologie. 1990 wurde auf ihn in Zürich ein politisch motivierter Bombenanschlag verübt.[/URL]

Thaci studierte auch in Tirana, wo sein Studien Zimmer Kollege ermordet wurde 1991 und Thaci dann in die Schweiz verschwand.

Ich frage mich, ob jemand die damalige Ermittlungs Akte besitzt und Thaci damit unter Kontrolle hat.


von karl kreibich veröffentlicht in: Politik
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Donnerstag, 15. mai 2008
Mazedonischer Innenminsiter Ljube Boskovski wird wegen Mord Auftrag vom ITCY angeklagt  


Former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski is charged with killing seven ethnic Albanians in 2001.

u.u. hat er auch Pakistanische Leute umbringen lassen, als angebliche Terroristen

Former Macedonian minister goes on trial at The Hague

16/04/2007

SKOPJE, Macedonia -- Former Interior Minister Ljube Boskovski and Johan Tarculovski, a former senior police official, went before the UN tribunal at The Hague for the start of their war crimes trial Monday (April 16th). They are charged with the murder of seven ethnic Albanians in the village of Ljuboten in August 2001. Macedonian police raided the village, conducted house-to-house searches and set 14 houses on fire. Fleeing residents were stopped at checkpoints and beaten, apparently in retaliation for the death of eight Macedonian soldiers whose truck had run over a landmine. The two officials have pleaded not guilty, arguing that there was no war at the time and no one could therefore be tried for war crimes. The defendants also argue that they were not in direct control of the forces that ransacked the village.

UN prosecutors say Boskovski and Tarculovski were part of a criminal conspiracy to carry out the retaliatory attack. At the prosecution's request Monday, proceedings were delayed until May 7th to allow for the collection of additional evidence. (Makfax, MIA, MRT, Reuters, BBC, AP - 16/04/07; AP - 15/04/07)

Kriegsverbrecherprozess gegen Mazedonier
Ehemaliger Innenminister und Kommandant einer Sonder-Polizeieinheit auf der Anklagebank des UNO-Tribunals
Am Sonntag läuteten in der Kathedrale des heiligen Kliment von Ohrid in Skopje die Glocken zu Ehren von Ex-Innenminister Ljube Boskovski und dem ehemaligen Befehlshaber der Sondereinheit der Polizei „Lavovi“ (Löwen) Johan Tarculovski. Ljube und Johan könnten stolz sein, sagte Erzbischof Stefan in seiner Predigt vor zahlreichen Angehörigen und Mitkämpfern der beiden vor dem UN-Tribunal in Den Haag _wegen Kriegsverbrechen angeklagten Mazenonier.

Denn sie hätten nur ihr Vaterland und das friedliebende mazedonische Volk verteidigt, und das könne niemals, weder vor dem irdischen noch vor dem himmlischen Gericht, eine Sünde sein. In allen Gotteshäusern der mazedonisch-orthodoxen Kirche betete man für die beiden Patrioten und sicherte ihnen geistige Unterstützung zu.

Während die meisten slawisch-orthodoxen Mazedonier den am Montag begonnen Prozess als ein politisches Zugeständnis an die Albaner betrachten, erwarten die Albaner die Höchststrafe für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie die Anklage lautet. Boskovski und Tarculovski werden für die Ermordung von sieben albanischen Zivilisten im Dorf Ljuboten, zehn Kilometer nördlich von Skopje, im August 2001 verantwortlich gemacht.

Die „Löwen“ sollen das Dorf mit Granaten beschossen, mindestens vierzehn Häuser in Brand gesteckt und dutzende Menschen schwer misshandelt haben. Die Aktion der Polizei erfolgte, nachdem sechs Polizisten starben, als ihr Geländewagen auf eine Landmine auffuhr. Die Gefechte zwischen den mazedonischen Streitkräften und der albanischen „Befreiungsarmee“ beendete das Abkommen von Ohrid im Jahr 2001, das den Albanern größere Selbstverwaltungsrechte und Albanisch als Amtssprache zusicherte.

In der Koalition zwischen der national-konservativen VMRO-DPMNE und der albanischen Demokratischen Partei herrscht keine Einigkeit über die Anklage. Für die einen kann bestenfalls von einer übertriebenen Gewaltanwendung der Polizei gegen albanische terroristische Gruppen die Rede sein, für die anderen gibt es gar keinen Zweifel darüber, dass Kriegsverbrechen begangen wurden. (Andrej Ivanji aus Belgrad/DER STANDARD, Printausgabe, 17.4.2007)

Prozessauftakt gegen mazedonischen Ex-Minister vor dem ICTY
http://newsletter.dw-world.de/re?l=evuze3If6swjpI4
Vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat am 16. April der
erste Prozess gegen zwei mazedonische Staatsbürger begonnen.
Angeklagt sind der ehemalige Innenminister und der ehemalige
Leibwächter des Ex-Präsidenten.



Former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski faces war crimes charges in connection with a 2001 police action in the village of Ljuboten.

Hague trial against Macedonia's Boskovski, Tarculovski resumes

22/08/2007

THE HAGUE, Netherlands -- With summer recess over, the trial against former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski and Johan Tarculovski, a former security official, resumed on Tuesday (August 21st). They are charged with war crimes committed against ethnic Albanians during a two-day raid on the village of Ljuboten in August 2001. The specific violations include killings, beatings and arson allegedly committed by a police unit under Tarculovski's command.

Prosecutors say that as interior minister, Boskovski had command authority over the police and knew what would happen, but failed to prevent the crimes, properly investigate them, or punish those involved. He and Tarculovski are Macedonia's only war crimes indictees. (Kanal 5 TV - 22/08/07)

Mazedonien: Affäre um Veruntreuung von Staatsgeldern zieht weiter
Kreise
http://newsletter.dw-world.de/re?l=evw2n8If6swjpI6
In Skopje wird wegen Amtsmissbrauch ermittelt, unter anderem gegen
Ex-Premier Vlado Buckovski. Die Regierung lobt ihren Kampf gegen
Korruption, die Opposition wittert politische Abrechnungen.

Zur Grundstory und Vorgeschichte!


4. März 2002, 00:00 Uhr
Von Boris Kalnoky
Sieben mutmaßliche Terroristen in Mazedonien erschossen
Planten Pakistanis Anschläge auf Botschaften?
Belgrad – Mazedonische Sicherheitskräfte haben am Wochenende sieben mutmaßliche Terroristen erschossen. Innenminister Ljube Boskovski erklärte, alle seien Ausländer, vermutlich Pakistanis, und hätten Angriffe auf „westliche Botschaften und mazedonische Einrichtungen“ geplant. Namentlich nannte er als vermutete Ziele die Botschaften Deutschlands, Großbritanniens und der USA.
Die sieben Männer waren gegen vier Uhr morgens am Samstag in einem Kleintransporter unterwegs, als sie – nach offizieller Darstellung – von mazedonischen Polizisten im Norden Skopjes gestoppt und nach ihren Papieren gefragt wurden. Daraufhin sollen die Männer aus nächster Nähe das Feuer eröffnet haben. Die Sicherheitskräfte schossen zurück und töteten alle Insassen des Wagens. Kein Polizist wurde verletzt. Im Fahrzeug waren nach Angaben der Behörden zahlreiche Waffen, darunter Granatwerfer, und Uniformen der albanischen Rebellenarmee UCK.
Die Einseitigkeit des Feuergefechts wirkt auf den ersten Blick befremdlich, zumal die Behörden zunächst von einem „Hinterhalt“ der Getöteten sprachen. In Wirklichkeit war es wohl andersherum – die Polizei war über das Kommen der sieben Männer informiert.
Vor etwa zwei Wochen waren in Skopje vier Männer verhaftet worden, zwei Jordanier und zwei bosnische Moslems, die in Jordanien studiert hatten. Bei deren Verhören, so ist inoffiziell aus Sicherheitskreisen zu erfahren, hätten sich präzise Hinweise auf eine größere Gruppe ergeben, die Mordanschläge auf Angehörige der mazedonischen Regierung sowie Attentate gegen die drei bereits genannten Botschaften plane.
Die Polizei zeigte Bilder der gefundenen Waffen und einiger Ausweise. Auf den Bildern sind zwei Namen auszumachen, „Omer Faruq“ und „Bilal Hussain“. Außerdem wurden Uniformen der aufgelösten albanischen Rebellenarmee UCK gezeigt, die nach Angaben der Behörden bei den Getöteten gefunden wurden. Der politische Führer der UCK, Ali Ahmeti, sagte in einem Interview mit der Tageszeitung „Koha Ditore“, die Schießerei habe „nichts, aber auch gar nichts mit der UCK zu tun“.
Westliche Beobachter äußerten sich skeptisch über die offizielle Darstellung des Zwischenfalls. Boskovski, der als Hardliner in der mazedonischen Regierung gilt, hat wiederholt versucht, die UCK in die Nähe islamischer Terroristen zu rücken. Obwohl es tatsächlich gelegentlich Anzeichen für solche Kontakte gibt (Al-Qaida-Angehörige hielten sich in der Vergangenheit vorübergehend in Albanien auf), gibt es bislang keine Beweise für eine Kooperation zwischen der UCK und islamischen Terroristen. Es fehlt eine gemeinsame ideologische Basis und vor allem ein gemeinsames strategisches Interesse. Alles, was die Albaner im Kosovo und in Mazedonien erreicht haben, verdanken sie nicht zuletzt amerikanischer Intervention. Sie haben immer penibel darauf geachtet, gute Beziehungen mit Washington pflegen, während Al Qaidas Fernziel die Zerstörung der USA ist.

.....

http://www.welt.de/print-welt/article377...erschossen.html

Hier nochmal die Märchen Erzählungen von damals!


Djihad auf dem Balkan?
Polizei tötet schwer bewaffnete Pakistani in Mazedonien

Von Boris Kanzleiter

Im Folgenden dokumentieren wir einen Beitrag aus der Internet-Zeitung Telepolis in gekürzter Form und ohne Fußnoten. Die Ereignisse, über die hier gesprochen wird, fanden am 2. März statt.

Drohen den USA und ihren westlichen Alliierten Angriffe islamistischer Gruppen auf dem Balkan? Der mazedonische Innenminister Ljube Boskovski warnt vor diesem Szenario. Seine Polizeitruppen haben am vergangenen Samstag (02.03.2002)in einem Vorort der Hauptstadt Skopje sieben schwer bewaffnete Männer getötet, die sie verdächtigten, Anschläge auf westliche Einrichtungen vorbereitet zu haben. Nach Darstellungen des mazedonischen Innenministeriums hatten die Männer das Feuer eröffnet, als sie von einer Polizeipatrouille kontrolliert wurden. Bei den Getöteten wurden Maschinengewehre, Handgranaten, Raketenwerfer und Funkgeräte gefunden. Boskovski erklärte am Montag, dass zwei der Getöteten Männer Pakistanis seien, die auch in Afghanistan gekämpft hätten.

... Boskovski geht davon aus, dass die Getöteten Teil eines Netzwerkes sind, das zusammen mit bewaffneten albanischen Nationalisten den Konflikt Mazedonien wieder eskalieren lassen möchte, um das Land ethnisch zu teilen. Der Zeitung Nova Makedonija sagte er außerdem, die Erschossenen hätten geplant "einen Angriff auf diplomatische Einrichtungen, höchst wahrscheinlich der USA, Deutschland, Großbritanniens oder anderer Länder der globalen Anti-Terror-Koalition" durchzuführen. ...

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/the...mus/balkan.html

15 bzw. 12 Jahre Haft wurde nun beantragt und jetzt wartet man auf das Gerichts Urteil

Ljuboten trial ends at The Hague

13/05/2008

After 13 months, the trial of former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski and former security officer Johan Tarculovski is over.

By Zoran Nikolovski for Southeast European Times in Skopje -- 13/05/08
photo

The Hague trial of former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski lasted a year. [Getty Images]

The trial of former Macedonian Interior Minister Ljube Boskovski and former security official Johan Tarculovski ended last week at the International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY) in The Hague. The trial, which began on April 16th 2007, included testimony from 64 witnesses, 1,200 exhibits and 11,000 pages of recorded minutes.

http://setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/...5/13/feature-02

Bucksvski wird wohl nur eine sehr geringe Strafe erhalten, denn er kennt ja bestens die Schweinereien der NATO von damals was die trieben.
Die NATO Terroristen damals haben ja mehr Leute umgebracht mit Hilfe der Amerikaner.

Vlado Buckovski, Verteidigungsminister Mazedonien: "Wir haben der NATO vertraulich mitgeteilt, welches die kritischen Stellen an der Grenze sind, die Terroristen für ihre illegale Grenzübertritte benutzen. Aber diese Unterlagen sind in die Hände der Terroristen gekommen; wir haben allerdings keine Hinweise wie. Es gibt jetzt eine Menge Spekulationen darüber, wie dieses vertrauliche Dokument, das ausschließlich für die NATO bestimmt war, in die falschen Hände geraten konnte."
http://www.antikriegsforum-heidelberg.de...tik_monitor.htm
von karl kreibich veröffentlicht in: Politik
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