Innenminister Rumen Petkow zurückgetreten
Korruptionsskandal um Mafiakontakte
Sofia - Nach einem Korruptionsskandal hat der bulgarische Innenminister Rumen Petkow am Sonntag seinen Rücktritt eingereicht. Das gab Ministerpräsident Sergej Stanischew laut Medienberichten in
Sofia bekannt. Der Innenminister beugte sich damit Forderungen der rechtsgerichteten Opposition.


Rumen Yordanov Petkov, der zurück getretene Mafia Boss und Innenminister
Erst am Freitag hatte die von Sozialisten (Ex-Kommunisten) geführte Regierung in Sofia einen Misstrauensantrag der Opposition wegen angeblicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität
überstanden.(APA/dpa

[
VASIL MILANOV ANTONOV
Dei Mafia gründete überall auf dem Balkan eigene Parteien, bzw. kauften sich direkt die Kandituren um auch Immunität zu haben und die wirklich ganz grossen Verbrecher kauften sich in Minister
Posten ein.
Deshalb ist de Werdegang von Rumen Yordanov Petkov so typisch und könnte genauso gut in Serbien, Kroatien, Albanien sein und im Kosovo sogar zu 100% mit absolut rein Kriminellen Vertretern der
Mafia Clans.
Bulgarien und die 150 Auftrags Morde und keiner wurde natürlich aufgeklärt
In diesem Bericht will ich den Versuch wagen aufzuzeigen, wie tief kriminelle Strukturen inzwischen in das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Bulgariens eingedrungen sind, von
was sich das Krebsgeschwür ernährt, wie tief die Metastasen bereits die Gesellschaft erfasst haben. Und wo der einzige Abwehrstoff anscheinend nur einige unabhängige Medien und die kritischen
Journalisten sind.
Ohne ihre Unterstützung und ihre Erfahrungen hätte ich dieses Buch nie schrieben können. Nun kannte ich ja bereits die unterschiedlichsten Schattierungen von dem, was gemeinhin als Mafia
umschrieben, von Experten als Organisierte Kriminalität definiert wird, wusste von ihrem Einfluss in anderen europäischen Ländern, wie sie bereits dort das politische System torpedieren um das alte
Schlachtschiff Demokratie auf Grund zu setzen. Italien ist in diesem Zusammenhang bekanntlich der Leuchtturm für Korruption, Mauscheleien und mafiöses Verhalten.
Aber Bulgarien scheint mit einer neuen Qualität dieses Bild anzureichern - wie nämlich der süße Honig Demokratie in Westeuropa durch die Balkanisierung vergiftet wird.


Gesichert ist, dass der bulgarische Innenminister Petkov ständig eine Standardaussage von sich gibt. Demnach seien doch inzwischen Hunderte von Kriminellen festgenommen
worden, Geldfälscherwerkstatten ausgehoben, Millionen von Zigaretten beschlagnahmt worden. „Wir versuchen, dem Verbrechen vorzubeugen“ ist einer seiner besonders beliebten Sätze. So nahm er am 15.
Januar 2007 an einem informellen Treffen der Justiz- und Innenminister der EU teil. Abends lud er zu einer Verkostung bulgarischer und rumänischer Weine im Hotel Maritim ein und am 16. Januar 2007
überreichte er deutschen Partnern und Freunden, „in Anerkennung für ihren persönlichen Beitrag und Unterstützung Bulgariens im Bereich Inneres und Justiz, die anlässlich des Beitritts Bulgariens in
die EU geprägte Medaille „Justiz, Freiheit, Sicherheit 2007.“ 
Die Empfänger freuten sich über die blendende Vorstellung. Und keiner fragte nach wie die Situation wirklich in Bulgarien
ist, auch was die Person des Innenministers selbst betrifft. Wie meinte doch einer seiner Untergebenen: „Die bulgarischen Politiker benutzen sehr ungern das Wort Mafia. Man benutzt lieber den
Begriff organisierte Kriminalität (OK) weil man normalerweise unter Mafia ein Gebilde versteht, dass mit der politischen Macht verflochten ist. Deshalb versucht man in Bulgarien diesen Begriff zu
vermeiden. Innenminister Rumen Petkov hat bei einer Sitzung sehr scharf reagiert, als ich gesagt habe das die Organisierte Kriminalität (OK) eine Funktion der politischen Korruption ist und das,
wenn es diese nicht geben würde, wir auch keine OK hätten.“ Das dürfte wohl ein wenig zu optimistisch gewesen sein.

Die Geschichte beginnt damit, dass aus Pleven, wo einst der
heutige Innenminister Rumen Petkov Bürgermeister war, auch Vassil Milanov Antonov kommt, der Bezirksleiter der Sozialisten. Er ist seit 2005 Abgeordneter in der Nationalversammlung und kämpfte am
29. Oktober 2007 für den Posten des Oberbürgermeisters von Pleven. Doch die Wahl gewann zu seiner Enttäuschung der bisherige Amtsinhaber. Das dürfte den Verlierer eigentlich nicht besonders stören.
Immerhin zählt er zu den reichsten Geschäftsleuten in Pleven, besitzt das größte Hotel der Stadt das dadurch bekannt wurde, dass im Jahr 2003 in der Bar des Hotels der Zuhälter Mario Ivanov
ermordet wurde. Ein Jahr später wurde Lyudmil Konov erschossen, ein Partner von Antonov und Mitbesitzer dieses Hotels Rostov. Ausweislich des Handelsregistern besitzt Antonov Anteile an drei
Firmen: „KA Invest, KA-Group und KA Commerce“.
Die restlichen Anteile gehören der Witwe von Konov. Was nicht in den offiziellen Registern steht ist, dass sich die KA-Group vor allem auf den Handel mit Öl und Ölprodukten spezialisiert habe.
Antonov pflegt darüberhinaus enge Kontakte zum neuen Wirtschafts- und Industrieminister Petar Dmitrov, der für seine guten Beziehungen nach Moskau bekannt ist. Und in einem Online-Forum aus Pleven
war zu lesen, wonach Antonov die letzte Wahlkampagne des Staatspräsidenten Georgi Parvanov unterstützt haben soll. 
Erneut fällt bei den bulgarischen Journalisten nicht nur der Name des
noch amtierenden Innenministers Rumen Petkov.
Glaubt man den seriösen Journalisten soll er ein Unternehmen, die KA-Group, besonders in sein Herz geschlossen haben. Einige sprechen sogar davon, dass Petkov „einen Schirm über die KA-Group und
Antonov aufgespannt“ haben. Wie das geschehen kann, dazu gibt es unterschiedliche Erklärungsmuster. Das hängt mit der politischen und anscheinend wirtschaftlichen Struktur des Innenministeriums
zusammen. Und das wiederum erklärt vielleicht die These von dem „Schirm“. 

Mir schildert ein Insider das so: „Ich war als Staatsanwalt unter den Kommunisten tätig. Damals
regierte die Partei das Innenministerium und die Partei sagte dem Innenministerium welche Verfahren die Staatsanwaltschaft führen darf und welche nicht. Jetzt gibt es keine Partei, aber das
Innenministerium und das schickt die Informationen der regierenden Parteien an die Staatsanwaltschaft. Das Ministerium verwandelt sich zu einem wichtigen Spieler in der Wirtschaft.
Interessanterweise sind die ehemaligen Beamten des Innenministeriums heute die angesehensten Fachleute in der Wirtschaft und auch in gewissem Masse im Bildungssystem. Es gibt nach Ihnen in Banken,
Handel, Tourismus große Nachfragen. Jeder Arbeitgeber bezieht sich auf Kontakte zum Innenministerium, die Hauptabteilung gegen organisierte Kriminalität. Und hinzu kommt, dass die ehemalige
Staatssicherheit nur wenig von ihrer Funktion verloren hat.“
Eine andere zuverlässige Quelle erzählt mir etwas Ähnliches: „Die Leute im Innenministerium gehen doch vor allen gegen die
niedrigen Strukturen vor. Hauptaufgabe der Verantwortlichen im Innenministerium ist es, bei den westlichen Partnern einen guten Eindruck zu hinterlassen. Deshalb wird genau beobachtet, welche
Straftaten im Westen interessant sind. Das sind jene, die die westliche öffentliche Meinung beeinflussen. Zum Beispiel der Menschenhandel oder die Produktpiraterie. Andererseits werden deren
Organisatoren nicht verfolgt.“ Das ist jedoch nicht alles Es gibt viele Hinweise und Verdachtsmomente wonach das Innenministerium im Konkurrenzkampf zwischen unterschiedlichen Unternehmen durch
entsprechende Ermittlungen benutzt wird. Einige Beobachter gehen sogar so weit und sagen, dass das eine moderne Form der Schutzgelderpressung sei. 
Über andere Seltsamkeiten im
Zusammenhang mit dem Innenminister offenbarte sich mir eine hohe Polizeiermittlerin. Sie kommt aus Plovdiv. „Plovdiv wird von Georgi Gergov genauso kontrolliert wie Varna von TIM. Die Tatsache dass
Mano Velev angeschossen wurde ist ein gutes Beispiel dafür. Am 11. Juli 2007 wurde ihm in Sofia, nach russischer Art, direkt in den Kopf geschossen. Ende Oktober ist er aus dem Koma aufgewacht.
Nach bulgarischer Tradition hat die Polizei weder die Killer noch die Hintermänner gefunden.“ Soweit so normal. Dann behauptet Sie jedoch etwas schwerwiegendes: „Velev hat zusammen mit
Innenminister Petkov 16.000 Quadratmeter Ländereien auf Chaldikii aufgekauft. Und das passierte während einer vorgeschobenen Reise, wo der die Gelegenheit nutzte, dem Kloster einen Geländewagen zu
schenken. ...............
http://www.juergen-roth.com/get-article.php
Nun kommt halt ein anderer Strohmann an die Macht als Innenminister in Bulgarien Herr Mihail Mikov
Und was erzählt er sogleich: In Bulgarien gibt es keine Mafia, wobei der gesamte Balkan diese Lach Nummer wirklich lustig findet.
Und die EU ist jetzt erst einmal erneut zufrieden und in einem Jahr werden die kapieren, das wieder mal Nichts weiter geht.
Minister: No Mafia In Bulgaria
29 April 2008 Sofia _ Bulgaria’s new Interior Minister claims there is no mafia in the country.
Mihail Mikov said the idea of a single mafia was an exaggeration however, admitted that the country did have a problem with organised crime, and pledged to unveil clearly defined measures on how to
tackle it.
"We want to win the society as an ally that is why we are going to make the measures wide-known publicly," Mikov declared.
Mikov was appointed after his predecessor Rumen Petkov was forced to resign on April 13 following the arrest of two high-ranking police officials from his ministry last month. They are accused by
prosecutors of passing sensitive information to shadowy businessmen and irregular phone tapping.
Petkov’s ministry has been criticised for failing to root out corruption and curb organised crime. The killings of an author of books on the Bulgarian mafia and the chief of an energy company were
killed in two separate incidents in Sofia sparking warnings from the European Union about the country's failure to tackle contract killings.
The United States’ Justice Department recently named Bulgaria as an example of a country where even state institution officials have come under the influence of organised crime. Read more:
http://www.balkaninsight.com/en/main/news/9702/
http://balkaninsight.com/en/main/news/9743/
Enger Geschäfts Partner der Deutschen Politiker u.a. beim sogenannten Polizei Aufbau.
Für das Auswärtige Amt ist es immer besonders wichtig, das man den Mafia Bossen auch Interpol Zugang gibt. siehe Albanien, Kosovo, Bulgarien, Afghanistan, Georgien usw..
Bulgarian prosecutor's office to indict former government officials
09/05/2008
SOFIA, Bulgaria -- The Prosecutor's Office plans to indict former Interior Minister Rumen Petkov and Angel Alexandrov, the former director of investigating magistrates, next week, according to
Friday's (May 9th) Trud newspaper. Prosecution sources say Petkov will be charged with the non-premeditated revealing of confidential information, punishable by a fine or up to five years
imprisonment. He revealed the identity of a secret police agent on national media. By law, parliament must consent to any trial against Petkov due to his immunity as an MP. In Bulgaria, ministers
preserve their MP seats if they leave the cabinet. Alexandrov will most probably face criminal charges related to abuse of power for allegedly maintaining contacts with mobsters.
Local media reports suggest convictions against either of the officials would send a strong signal to the European Commission that local authorities are working to fight corruption and organised
crime. (Trud, bTV, BNR, Netinfo - 09/05/0